Edelstahlwerk Dillenburg

Thyssen Nirosta Dillenburg

Planung der neuen Heiz- und Warmwasserversorgungsanlagen durch Kost Wärmetechnik.
Sowie Lieferung und Einbindung der Nahwärmeübergabestationen bei den Produktionsprozessen.

Geplante Sanierung im Werk Dillenburg

  • Kessel - Die Addition, der von uns mit Ultraschalldurchflussmessungen ermittelten Verbrauchsleistungen, ergibt eine Gesamtleistung von 14.190 kW. Wie die bisherige Erfahrung zeigt, kann von einer Gleichzeitigkeit von 0,7 ausgegangen werden. Dies bedeutet, dass eine Gesamtleistung von 9.933 kW ausreichend ist. Daher sehen wir zwei Heizkessel mit einer jeweiligen Leistung von 5 MW vor.
  • Ausdehnungsgefäß - Das bestehende Ausdehnungsgefäß wird durch eine neue wassergeführte Druckhalteanlage mit thermischer Entgasung ersetzt. Zusätzlich ist eine automatische Wassernachspeisung vorgesehen. Die Druckhalteanlage wird aus Sicherheitsgründen eine Zweipumpenanlage sein. Der Wasserinhalt ist relativ klein gehalten und kann nur die Ausdehnungsschwankungen im Bereich von 115°C und 65°C Vorlauftemperatur aufnehmen. Dies ist laut AgFw für Nahwärmenetze zulässig, da sonst die Kosten und der Platzbedarf zu groß wären
  • Netzpumpen - Die drei bestehenden Netzpumpen werden durch zwei, den Kesselleistungen und dem Druckverlust im Netz angepasste, drehzahlgeregelte Pumpen, ersetzt. Die Drehzahlregelung erfolgt nach dem Schlechtpunktverfahren. Hierbei wird an den schlechtesten versorgten Punkten im Netz ein Differenzdruckaufnehmer installiert. Die Drehzahl der Pumpe wird mittels eines Frequenzumformers so geregelt, dass am Messpunkt immer der gleiche Differenzdruck zur Verfügung steht. Zur Sicherheit wird im vorliegenden Netz ein weiterer Differenzdruckaufnehmer an einem zweiten Schlechtpunkt und ein dritter im Kesselhaus selbst installiert. Der dritte Differenzdruckaufnehmer ist nur dafür gedacht, wenn das Übertragungsnetz z.B. durch Blitzschlag oder Sonstiges ausfällt.
  • Regelungstechnik - Das bestehende Regelungssystem wird gegen das von uns vorgestellte Regelungskonzept ausgetauscht. Die optimale Regelbarkeit bei geringst möglichem Stromaufwand erreicht.
  • Vorteile dieses Regelungskonzeptes liegen darin, dass nur so viel Wärme wie tatsächlich benötigt wird auch erzeugt und verteilt wird (weniger Pumpenergie, geringere Netzverluste). Durch die Zuordnung jeweils einer eigenen Pumpe zu jedem Kessel wird eine sehr genaue Regelbarkeit bei geringst möglichem Stromaufwand erreicht. Die einzelnen Pumpeneinheiten sind den Anforderungen entsprechend klein gehalten und die Gesamtanlage erreicht mit wenigen Bauteilen eine hohe Redunanz.
  • Wasseraufbereitung - Der alte Ionenaustauscher wird gegen eine wasserzählergesteuerte Weichwasser-Doppelanlage ersetzt.
  • Wasserchemie - Die Anlage zur wasserchemischen Behandlung wird erneuert.
  • Wärmerückgewinnung - Die vorhandene Wärmerückgewinnung wird als selbstständiger Kessel betrieben und erhält eine eigene Netzpumpe sowie aus Sicherheitsgründen ein Ausdehnungsgefäß und eine Notkühleinrichtung.

Verbraucherseite

  • In den einzelnen Verbraucherkreisen werden die vorhanden Rohrbündelwärmetauscher durch Plattenwärmetauscher ersetzt.
  • Es werden Regler ohne Hilfsenergie, Rücklauftemperaturbegrenzer, Differenzdruckregler und Pumpen mit Drehzahlregelung nachgerüstet.
  • 3-Wege Ventile werden durch Durchgangsventile ersetzt.
  • An den dafür geeigneten Anlagenteilen werden außentemperaturabhängige Regelungen installiert.
  • Die Doppelmantelspeicher der Brauchwasserwärmung werden durch eine Wassererwärmung im direkten Durchfluss ersetzt.
  • Die vorhandenen, zu groß bemessen Wärmetauscher, werden auf die notwendige Leistung angepasst.
  • Fehlende Ausdehnungsgefäße, Sicherheitstemperaturwächter, Rückschlagklappen und Sicherheitsventile werden nachgerüstet.
  • Bypassleitungen werden verschlossen oder mit thermostatisch gesteuerten Ventilen ausgestattet.
  • Nicht mehr im Betrieb befindliche Anlagenteile werden demontiert

Schema Nahwärmestation

Schema Heizkreislauf